Unser Projekt „Happy Hills“ umfasst den Betrieb einer Bildungsstätte, gelegen am Galama Berg im Buikwe District am Victoriasee in Uganda. Die abgelegene geografische Lage des Projektes ist ideal und auch notwendig, da in den umliegenden Dörfern und in der Gesamtregion sehr wenig Infrastruktur vorhanden ist und große Armut innerhalb der Familien herrscht. Viele Eltern können das Schulgeld und die Schulmaterialien für ihre Kinder nicht aufbringen, somit wäre ein Schulbesuch für einen Großteil der Kinder ohne unser „Happy Hills“ Projekt nicht möglich.

Diese Kinder müssten dann anstelle des Schulbesuches im Regelfall ihren Eltern helfen (Ackerbau, Vieh hüten, Verkaufsstand auf dem Markt, Hausarbeit oder Gelegenheitsjobs) und würden nicht die notwendige Bildung und das Selbstwertgefühl erhalten, um sich später eine eigenständige Zukunft aufzubauen, den Kreis der Armut zu durchbrechen und dann ggf. ihre Eltern und Familien finanziell zu unterstützen. Zusätzlich werden die Eltern zuhause entlastet durch regelmäßige Mahlzeiten, für einige Kinder die einzige am Tag und durch medizinische Betreuung ihrer Kinder in der Schule.

Wir dürfen mittlerweile 185 Kinder im Projekt zählen. Der Großteil der Kinder ist zwischen 4 und 12 Jahren alt und kommt aus den umliegenden Dörfern wie Galama Hill, Nanso, Bukamunje, Tongolo, Busana und Kugusu. Neben dem Schulunterricht und einem geregelten sozialen Umfeld, in dem sie betreut werden, Pausen, in denen sie spielen können und in dem sie auch einfach mal „Kind“ sein dürfen, bekommen die Kinder zwei warme Mahlzeiten am Tag und werden natürlich auch medizinisch versorgt. Selbstverständlich lernen die Kinder in der Schule auch ihre Rechte kennen und hinterfragen Situationen und Zustände kritischer.

Auf dem Schulgelände befinden sich während der Schulsaison (Term- drei Terms pro Jahr) durchgehend 9 Lehrer/innen bzw. Kindergärtner/innen, zwei Köche und ein Askari (Wachmann), die sich dort nach dem Schulunterricht um die Instandhaltung der Gebäude, den Schulgarten und die Tiere (Hühner, Ziegen) kümmern. Dies geschieht, um die Lebensmittelversorgung für die Schulmahlzeiten zu unterstützen und nicht allein von Lebensmitteleinkäufen auf dem Markt abhängig zu sein.

Nachdem wir uns auf verschiedensten Ebenen und Besuchen von der Sinnhaftigkeit, Transparenz und der Nachhaltigkeit des Projektes überzeugt haben, sind wir im Juli 2017 mit der Unterstützung unseres einheimischen Projektleiters Alan Ssuuna gestartet.

Das Projekt war vorher stark unterfinanziert, der Weiterbau der Gebäude ging nicht mehr voran und die Kinder wurden von einem! Lehrer in einem Rohbau „unterrichtet“. Es fehlte an allem!

Unsere Motivation besteht darin, jedem Kind Perspektiven und Chancen für eine eigene, selbstbestimmte und menschenwürdige Zukunft zu ermöglichen. Unser größter Wunsch und unser Bestreben ist es, dass diese Kinder sich eine eigene Zukunft aufbauen, unabhängig ihren Lebensunterhalt bestreiten und die Armut hinter sich lassen können.

Entwicklung :

2017: Kennenlernen und Prüfung des Projektes, Planungsphase und Einstieg.

2018: Der Bau der Schule wurde abgeschlossen und eine Solaranlage installiert. Die Sanitäranlagen wurden ausgebaut und qualifiziertes Personal eingestellt.

2019: Fertigstellung der neuen gemauerten Küche incl. zwei effizienten Energiesparöfen, die mit 1/3 der bisherigen Feuerholzmenge betrieben werden können (ökologischer Aspekt). Die alte Küchenhütte wurde umfunktioniert zu einem abschließbaren Lebensmittel –u. Feuerholzlager. Während der Bauphase war unser 2. Vorsitzender Nico Jenderzi (Zimmerermeister) vor Ort und stand mit Rat und Tat zu Hilfe.

2019: Fertigstellung der unterirdischen Wasserzisterne (40.000 Liter). Das Regenwasser von den Dachflächen wird über Rohrsysteme in die unterirdische gemauerte Wasserzisterne geleitet, wo es kühl und dunkel gelagert wird. Das Wasser wird durch eine Solarpumpe (ggf. auf Netzbetrieb umstellbar) umgewälzt, so dass es nicht schlecht wird  und lange eingelagert werden kann. Zur Entnahme wird es durch einen Filter in einen oberirdischen Wassertank gepumpt, an dem die Kinder und Angestellten das Wasser per Hahn entnehmen können. Die Wasserzisterne ist vor allem in der Trockenzeit wichtig, da der umliegende Brunnen aufgrund des sinkenden Grundwasserspiegels oftmals versiegt oder versalzt.

2020: Im September soll ein kleiner Teil in einem 40 Fuß Schiffscontainers angemietet werden,  den eine befreundete Hilfsorganisation einmal pro Jahr nach Uganda schickt. Hiermit sollen dann Sachspenden verschickt werden, die wir bis dato für „Happy Hills“ gesammelt haben (Solarpanels für die anderen Gebäude, eine Schultafel, Medizinisches Material (Spenden von einem Krankenhaus), Schul –u. Spielmaterial, Hygieneartikel und Schuhe für die Kinder.

Neben diesen Fortschritten wird natürlich mit einem großen Anteil der Spenden der tägliche Schulbetrieb und die Fixkostendeckung sichergestellt (Lehrergehälter, Lebensmittel, Schulmaterial, medizinische Behandlung der Kinder, Gebäudeinstandhaltung etc.)

 

Zukunftsperspektiven:

Als nächstes sollen Spielgeräte (Rutschen, Schaukel etc.) für die Kinder angeschafft werden. Dies wird vor Ort bei kleinen handwerklichen Familienbetrieben gekauft, um die regionale Wirtschaft zu unterstützen. Es wird auch noch Unterrichtsmaterial benötigt, da vor allem die Bücher oft nicht für alle Kinder ausreichen oder schon ziemlich veraltet sind.

Des Weiteren sollen die Lehrerunterkünfte ausgebaut werden, da der Platz derzeit sehr begrenzt ist und sich während der Schulsaison (Term) aktuell 3 Lehrer einen Raum teilen. Die Köche und der Wachmann (falls er mal schläft) schlafen sogar in einem Klassenraum. Das Projekt ist sehr weit abgelegen, sodass es für die Angestellten nicht möglich ist, abends nach Hause zu fahren. Dies würde mehrere Stunden dauern.

Außerdem ist unser langfristiges Ziel die Errichtung einen Waisenhauses auf dem Gelände, da viele Kinder oftmals durch HIV oder andere Umstände ihre Eltern und manchmal sogar auch noch die Großeltern verloren haben. Diesen Kindern wollen wir ein Zuhause ermöglichen mit kurzem Weg zu ihrer Schule, ihren Freunden und Menschen, die sich um sie kümmern.

Transparenz:

Auf Transparenz legen wir sehr viel Wert, wir bekommen regelmäßig Berichterstattung unseres Projektleiters Allan Ssuuna durch Videos, Fotos, Dokumente, Belege, Rechnungen, Zeugnisse und Briefe der Kinder. Die Kommunikation geschieht sicher und schnell über WhattsApp und e-mails. Auch auf dem Postweg haben Paten schon Geburtstagsgeschenke an ihre Patenkinder geschickt. Besuche durch Vereinsmitglieder erfolgen mindestens einmal jährlich, zumeist sogar zweimal. Bei jedem Besuch werden durch uns werden kofferweise Sachspenden mitgenommen, Schulmaterial, Spielzeug, medizinische –u. Hygieneartikel oder ähnliches. Ein befreundeter, dort ansässiger Pfarrer aus Deutschland schaut auch oft beim Projekt vorbei und gibt uns Rückmeldung über die Fortschritte.

Wir sind vom Finanzamt Cloppenburg als gemeinnützig eingestuft und werden regelmäßig überprüft. Des Weiteren sind wir im Vereinsregister Oldenburg als eingetragener Verein gelistet.

Unser Verein finanziert sich zum größten Teil durch Patenschaften, Mitgliedsbeiträge und Einzelspenden. Auch durch eine Benefizveranstaltung konnten wir schon Spenden generieren. An vielen Tankstellen und Kiosken stehen zusätzlich Spendendosen von uns. Auch beim Amtsgericht Oldenburg werden wir als Spendenempfänger geführt, sodass Geldstrafen, die vor Gericht verhängt werden, auch an uns gespendet werden können.

Über Unterstützung jeglicher Art würden wir uns sehr freuen und bedanken uns vor allem im Namen der Kinder, die unser Projekt „Happy Hills“ besuchen.